Nach einem sehr intensiven (Kulturhauptstadt-) Jahr 2025 bedanke ich mich bei allen Gästen und Kunden! Ich wünsche Ihnen und Euch ein besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start in ein friedvolles und gesundes Jahr 2026!
Alle Termine für 2026 werde ich vermutlich Ende 2025 veröffentlichen.
Zeit zum lesen bleibt nach wie vor kaum, hier dennoch ein kurzer Tipp. Annette Kehnels kurze Geschichte der Nachhaltigkeit. Neben einen Einblick in den recyclingreichen und kreislauforientierten Alltag des ansonsten immer noch meist als Rückschrittlich betrachteten Mittelalters, stellt das Buch auch detaillierter einzelne Protagonisten und Institutionen vor. So werden die Beginenhöfe genauer betrachtet und natürlich die Fuggerei. Für mich am überraschendsten war allerdings das Kapitel über die Monti di Pieta, ein mittelalterliches Mikrokredit-Konzept. Letzteres kannte ich nur aus der modernen Entwicklungshilfe bzw. Regierungskonzept des bangladeschischen Regierungschefs Muhammad Yunus, welcher dafür auch mit einem Nobelpreis geehrt wurde. Zum Buch gekommen bin ich über das WDR Zeitzeichen vom 31.12.2024. Darin fasst Kehnel auch nochmals ihre zentralen Aussagen zusammen.
Zum fünften Mal seit der Gründung im Jahr 2021, richtet der Freundeskreis zu Ehren von Karl Schmidt-Rottluff Chemnitz e.V. anlässlich des 141. Geburtstages von Karl Schmidt-Rottluff, einen Vortragsabend aus.
Dieses Jahr steht eine spannende Frage im Raum: Wer war Karl Brix? Der Kunsthistoriker Karl Brix arbeitete seit 1958 im Museum am Theaterplatz in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) und leitete dort von 1965 bis 1981 die Städtische Kunstsammlung. Er realisierte ein anspruchsvolles, landesweit wahrgenommenes Ausstellungsprogramm und machte sich speziell um die Kunst Karl Schmidt-Rottluffs, die er sowohl ausstellte als auch publizierte, höchst verdient.
Die diesjährige Referentin Brigitta Milde ist Kunsthistorikerin. Sie war von 1993 bis 2021 Kuratorin an den Kunstsammlungen Chemnitz und während dieser Zeit Leiterin des dortigen Carlfriedrich Claus – Archivs.
Ort: Hotel Chemnitzer Hof, Theaterplatz 4, 09111 Chemnitz
Datum: 1. Dezember 2025
Uhrzeit: 18:00 Uhr Einlass, 18:30 Uhr Beginn
Eintritt: 10,- Euro (für Vereinsmitglieder 5,- Euro)
Auf Grund vieler individueller Anfrage werde ich im September und voraussichtlich Oktober nur weniger öffentliche Führungen übernehmen. Alle die ich übernehme sind im Kalender zu finden.
Ein Hinweis für die Munch-Ausstellung: Durch das hohe Interesse empfehle ich vorher ein Online-Ticket zu kaufen, ansonsten sind lange Wartezeiten vor und in der Ausstellung möglich!
UPDATE 14.10.25: Ich habe noch ein paar Führungen ergänzt.
UPDATE 27.10.25: Ich habe noch ein paar Führungen im November ergänzt.
Seit dem Frühjahr 2025 herrscht in Chemnitz touristischer Ausnahmezustand. Noch nie gab es so viele Touristen und somit auch Führungen wie im Kulturhauptstadtjahr 2025 und dementsprechend wenig Zeit bleibt dieses Jahr für mich zum Lesen. Somit hier nur ein kurzer Hinweis auf ein kleines Buch von Fritz Mühlenweg.
Mühlenwegs Name hatte ich schon in verschieden Büchern über Asien bzw. die Beziehung zwischen Europa und Asien entdeckt. Das kleine Buch „Mongolische Reisen“ besteht aus Ausschnitten und Anekdoten aus anderen Büchern und Romanen, welche Mühlenweg veröffentlicht hat. Quasi ein Best-Of und damit ein schöner Einstieg in seine Bücher, welche er nach seiner Teilnahme an der Chinesisch-Schwedischen Expedition von Sven Hedin verfasste.
UPDATE 01.07.2025: Auch alle Führungen für Juli sind im Kalender.
UPDATE 28.05.2025: Auch alle Führungen für Juni sind nun im Kalender zu finden!
Alle öffentlichen Führungen im Mai sind im Kalender eingetragen. Es werden im Mai wieder einige englische Führungen angeboten. Ein weiteres Highlight ist die Museumsnacht am 10.05.2025! Mehr Informationen finden sich hier.
All public guided tours for May are listed in the calendar. Please mind that some guided tours held in english will be offered again! Another important date is the Museum Night on 10.05.2025! For more information click here.
Wie schon im letzten Jahr werde ich aus beruflichen Gründen im April (und voraussichtlich auch im Mai) nur wenige öffentliche Führungen übernehmen. Das heißt der Kalender ist noch wie vor aktuell. Die Termine für Mai folgen noch!
Der Kalender wurde aktualisiert! Neben einigen normalen öffentlichen Führungen werde ich auch wieder einige englische öffentliche Führungen übernehmen!
Im Januar werden außerdem die ersten französischen Führungen stattfinden
Zu diesem Buch brachte mich in doppelte Hinsicht mein letzter Urlaub in Ostafrika, genauer Kenia. Da wir neben einer mehrtägigen Safari auch ein paar Tage Entspannung im Hotel geplant hatten, hatte ich Zeit um ein Buch von Howard W. French zu lesen: „Afrika und die Entstehung der modernen Welt: Eine Globalgeschichte“. Das Buch beschreibt den vergessenen oder nur wenig beleuchteten Einfluss des afrikanischen Kontinents auf die europäische und globale Geschichte.
Hafen Mombasa
Ausgangspunkt für unsere Safari war die Hafenstadt Mombasa, die wichtigste Hafenstadt Ostafrikas mit eine langen Geschichte als (Sklaven-)Handelszentrums insbesondere zusammen mit der nicht weit entfernten Insel Sansibar.
Der Weg von Mombasa zu den bekannten Nationalparks Tsavo-West und Ost führt auf einer typischen zweispurigen Fernstraße in Richtung Nairobi entlang weitläufiger Savanne durch kleine Dörfer und Städte, welche zum großen Teil aus Wellblechhütten bestehen.
Straßenszene zwischen Mombasa und Nairobi
Zwei Dinge fallen aber sofort auf: Zum einem ein kontinuierliche Strom an fabrikneuen chinesischen LKWs mit kongolesischen Kennzeichen und die brandneue (chinesische) Eisenbahnlinie welche man entlang der Strecke mit zum Teil völlig deplatziert wirkenden Terminals bestaunen kann.
Bahnstrecke Mombasa–Nairobi | Etwas außerhalb von Mombasa
Wieder in der Heimat stöberte ich nach neuen Büchern und fand unter anderen dieses ältere Buch von Howard W. French. In „China’s Second Continent“, bis jetzt nur auf Englisch erschienen, gibt French einen sehr fundierten Einblick in die Geschichten der chinesischen Einwanderer in Afrika. Das Buch ist allerdings keine klassische Beschreibung der chinesischen Außen- und Wirtschaftspolitik in Afrika, auch wenn diese natürlich in vielen Gesprächen eine Rolle spielt. French beschreibt seine Reise durch Mosambik, Ghana und Mali und dokumentiert Gespräche mit chinesischen Händlern, Politikern, Arbeitern und Farmern. Dadurch stehen die individuellen Migrationsgeschichten im Vordergrund und nicht die „große“ Politik. Hierdurch bekommt man einen seltenen und ungewöhnlichen Blick auf die aktuellen Entwicklungen in Afrika. Insbesondere die persönlichen Geschichten und Ansichten der chinesischen Einwanderer machen dieses Buch äußerst lesenswert. Außerdem ist dieses Buch sehr hilfreich um zu verstehen wie die „Go out policy“ Chinas seit März 2000 wirkt und was es mit „shi ku“ (eating bitterness) auf sich hat.